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| BUCH
KOHELET ALS HÖRBUCH |
| Das
Buch Kohelet gilt ebenfalls als ein Höhepunkt der
alttestamentlichen Weisheitsliteratur. König Kohelet beklagt darin
die Vanitas, die Vergeblichkeit des menschlichen Mühens: "Alles
ist Windhauch". Download |
| BUCH DER WEISHEIT ALS HÖRBUCH |
| Viele Kirchenväter
haben das Buch geschätzt und oft zitiert, meist mit der Einleitung
„Die
Weisheit sagt: ...“ Jetzt gibt es das Buch der Weisheit als
Hörbuch zum Download. |
| PAPST RUFT ZUM FRIEDEN AUF |
|
Papst Benedikt XVI. hat in seiner Osterpredigt zum Frieden aufgerufen. Er forderte, "an den gepeinigten Nahen Osten zu denken - vor allem an das Heilige Land, an den Irak und den Libanon - und schließlich an Tibet." Außerdem wies er auf die Konflikte in Darfur und Somalia hin. "Für diese Regionen unterstütze ich die Suche nach Lösungen, die das Wohl und den Frieden schützen", sagte das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche vor Zehntausenden Gläubigen, die sich trotz strömenden Regens auf dem Petersplatz in Rom versammelt hatten. Der Papst sagte wörtlich: |
| ES WERDE LICHT:
THEOLOGIE ALS VERSÖHNUNG |
| Es
werde Licht Theologie als Versöhnung Von Christoph Overkott Inhalt Theologie als Summe der Erfahrung Glaube als positives Welt- und Menschenbild Bibel als gesammelte Glaubenserfahrung Theologie als Ordnen der heiligen Schriften Zwei Testamente als Versprechen und Erfüllung Erfüllung durch Versöhnung in Jesus Christus Jesus Christus als Religions- und Kulturkritiker Kreuzestod als einziges und endgültiges Opfer Auferstehung zwischen Verklärung und Erklärung Theologie und die Grundprinzipien des Denkens Paulus: Theologie als Umsturz und Entwicklung Johannes: Höhepunkt theologischer Erzählkunst Jesus Christus als Licht der Weisheit Weisheit als Spiegel der Vollkommenheit Licht als Grundvoraussetzung für das Denken Licht als Voraussetzung räumlicher Orientierung Licht als Voraussetzung zeitlicher Orientierung Die Zeit als Mitte der Ewigkeit Der erste Tag der Woche Der sechste Tag der Schöpfung Die Endzeit als Zeit der Versöhnung Christliche Theologie ist die Gotteslehre von der universalen Versöhnung, in der Gott den Menschen in Christus mit sich versöhnt, den Menschen mit seinen Mitmenschen und den Menschen mit sich selbst. Dabei meint Selbstversöhnung, die Annahme von geistigen und körperlichen Schwächen bis hin zur Annahme der eigenen Sterblichkeit. Schließlich ist christliche Theologie eine Versöhnung von Glauben und Vernunft, die den Menschen auch für morgen eine klare Orientierung zu geben vermag. Theologie als Summe der Erfahrung Schon vor tausenden Jahren sind Theologen viel herumgekommen und haben vieles erfahren, sie haben sich die Welt angeschaut sowie ihre Geschichte und darin besonders den Menschen und sein Leben betrachtet. Sie haben nach Anfang, Prinzip und Grund gefragt auf der einen Seite sowie nach Zweck, Ziel und Ende auf der anderen Seite. Denn die Theologen erfuhren sich selbst in der Natur einer Macht unterworfen und einem Gesetz, das sie sich nicht selbst gegeben hatten. Diese unsichtbare, geistige Macht nannten sie Jahwe. Und dieses Wort bedeutet übersetzt einfach so viel wie "Ich bin". Gott als Höchstprinzip und Letztbegründung Gott als das eigentliche Sein wird von Anfang an verstanden als der schöpferische Geist, die Weisheit und das sich schöpferisch aussprechende Wort: ewig, universal, absolut, souverän, selbst ohne Begründung. Deshalb gibt es auch nur einen Gott und keinen zweiten Versucher neben ihm, der diese Souveränität begrenzen könnte. Das Denken des Höchstprinzips und der Letztbegründung führen zum Monotheismus. Gott wird als vorgefunden erfahren, während das Selberschnitzen von Gottesbildern als religiöse Fehlhaltung abgelehnt wird. Glaube als positives Welt- und Menschenbild Besonders war bereits, dass die Theologen die Natur als im Anfang, im Prinzip, im Grunde, von ihrem Zweck, Ziel und Ende her als gut verstanden. Und doch sahen sie in der Welt auch das Schlechte, das Leid und den Tod und verstanden dieses als Entfernung und Entfremdung vom guten Gott. Daher strebten sie nach der Versöhnung mit Gott, mit dem Nächsten und mit sich selbst. Bibel als gesammelte Glaubenserfahrung Vernünftigerweise brachten Theologen nicht nur den Raum, sondern auch die Zeit, also die Geschichte und das Leben immer wieder mit Gott in Beziehung. Entsprechend schrieben sie ihre Erfahrungen als Geschichten auf, sammelten sie über mehrere tausend Jahre und bewahrten diese als heilige Schriften. Schließlich verschmolzen diese zur heiligen Schrift, wie wir sie heute als Bibel kennen. Die Bibel deutet die Geschichte Gottes mit den Menschen vom Anfang der Welt bis zu ihrem Ende, von der Schöpfungsgeschichte bis zum Jüngsten Gericht. Sie ist also eine theologische Universalgeschichte in Form von Geschichten. Den Wechselfällen der Geschichte entsprechend sind die Texte unterschiedlich und vordergründig betrachtet unsystematisch. Dennoch ist in ihnen die ganze christliche Weisheit enthalten in einer verborgenen Struktur. Theologie als Ordnen der heiligen Schriften Später haben Theologen die Geschichten, ihre sprachlichen Bilder und Aussagen geordnet und in ein System gebracht. Solche systematischen Darstellungen nannten sie Summen. Das sind im Grunde Sammlungen von Sprüchen, Aufsätzen und Büchern zum theologischen Unterricht an Universitäten und Schulen. Solche Zusammenfassungen heißen auch Katechismus. Das wichtigste Glaubensbuch und die eigentliche Quelle ist nach wie vor die Bibel. Sie gliedert sich in zwei Teile: in das Alte Testament und das Neue Testament. Beide Teile gehören zusammen und spiegeln sich in gewisser Weise. Denn in beiden Teilen finden sich jeweils drei Gruppen von Büchern: Geschichtsbücher, Weisheitsbücher und prophetische Bücher. Den Geschichtsbüchern im Alten Testament entsprechen im Neuen die Evangelien, den Weisheitsbüchern die Apostelbriefe und den prophetischen Büchern die Geheime Offenbarung des Johannes. Zwei Testamente als Versprechen und Erfüllung Vor allem sind das Alte und das Neue Testament aufeinander bezogen wie Versprechen und Erfüllung, die nur wechselseitig zu verstehen sind. Denn im Alten Testament wurde das Kommen eines Messias angekündigt. Dabei bedeutet Messias dasselbe wie Christus, nämlich: von Gott Gesandter. Und diese Ankündigung, dieses Versprechen, diese Prophezeiung erfüllt sich im Neuen Testament mit Jesus von Nazareth. Erfüllung durch Versöhnung in Jesus Christus Sein Auftreten ist der Höhepunkt und Umschlag in der Geschichte Gottes mit den Menschen. Denn in ihm hat sich die ganze Weisheit und Tugend Gottes offenbart, gezeigt und geäußert. Mit seiner Lehre und mit seinem Leben bezeugt Jesus von Nazareth das Ende der Entfremdung von Gott und Mensch. In seiner Theologie und Spiritualität, also in Lehre und Leben, ist Gott nicht mehr länger der aus dem Paradies vertreibende Gesetzgeber und strafende Richter, sondern der liebende Vater, der die Versöhnung will. In einzigartiger Weise versteht sich Jesus Christus selbst als eins mit dem Vater, als Gottes Sohn, und ruft seine Jünger und Freunde auf, Gott mit ihm im heiligen Geist, also in personalisierter Theologie, ebenfalls als ihren Vater anzunehmen. Jesus Christus als Religions- und Kulturkritiker Dabei ist Jesus Christus zutiefst religions- und kulturkritisch. Seine Kritik am falschen Gottesbild wirkt sich aus als Kritik an einem falschen Opferverständnis und einer unmenschlichen Auslegung des Religions- und Sittengesetzes. Gott als der liebende Vater wird für ihn Vorbild und er versteht seine Liebe als Geschenk und Vorleistung, die durch keinerlei Opfer käuflich ist, sondern die nur dankbar angenommen werden kann und weitergeschenkt werden soll. Mit unerhörter Freiheit setzt er sich über religiöse Vorschriften seiner Zeit hinweg. Und doch geht es ihm nicht darum, das Gesetz aufzuheben, sondern es auf ihren Anfang und ihr Prinzip zurückzuführen, auf Gott den liebenden Vater aller Menschen, auf Gott als die Liebe. Versöhnung der Aussätzigen und Ausgegrenzten mit Gott Konsequent geht Jesus Christus auf die Menschen zu, die als Aussätzige und Ausgegrenzte der Gesellschaft betrachtet werden und die wir Sünder nennen. Dabei will er die Sünder nicht in der Sünde belassen. Wer mit dem Gesetz aus welchen Gründen auch immer in Konflikt geraten ist, soll umkehren. Doch Jesus Christus will die Umkehr nicht aus Zwang, sondern aus frei geschenkter Liebe. Kreuzestod als einziges und endgültiges Opfer Seine theologische und praktische Religions- und Kulturkritik bringt ihn in Konflikt mit Religionsbeamten seiner Zeit. Nach anfänglichem Ausweichen sucht er schließlich eine letzte heftige Auseinandersetzung im Tempel von Jerusalem als dem religiösen Zentrum seiner Welt und seiner Zeit. Der Zeitpunkt ist nicht zufällig. Es ist Ostern, die Zeit des Pascha-Opfers. Als das endgültige Pascha-Opfer, das alle falschen Opfer aufhebt, will er selbst in die Geschichte eingehen. Unschuldig zum Tod verurteilt, stirbt der Gottessohn am Kreuz, um nach drei Tagen als der Auferstandene seinen Freunden und Anhängern zu erscheinen und im Gedächtnis für immer gegenwärtig zu bleiben. Auferstehung zwischen Verklärung und Erklärung Schon damals war für viele Menschen die Botschaft von der Auferstehung Jesu zu ewigem Leben die eigentliche Sensation. Ihre Überlieferung ist schillernd: Sie ist leiblich und geistig zugleich. Die Evangelisten werden die Auferstehung dem Leser und Hörer später in ihren heiligen und frommen Legenden lebendig vor Augen führen. Die Botschaft führt zu verständnislosem Kopfschütteln, zu gläubiger Verehrung und zu theologischer Reflektion. Theologie und die Grundprinzipien des Denkens Die theologische Reflektion sieht verschiedene Möglichkeiten der Auslegung. Und prinzipiell kennt sie drei Grundvarianten des Denkens. Ein Gegenstand kann als undifferenzierte Einheit wahrgenommen werden, zusammenhanglos in Einzelteilen oder versöhnend als Einheit in der Vielfalt. Eine versöhnende Theologie neigt zur dritten Position. Vor diesem Hintergrund werden Widersprüche weder zugespitzt, noch aufgelöst, sondern harmonisiert. Dabei findet die theologische Reflektion nicht im luftleeren Raum statt, sondern berücksichtigt auch die Denkweisen der Hörer und Adressaten. Daher wird den Umständen entsprechend mal die eine oder andere Position betont, ohne die zweite aufzugeben. Paulus: Theologie als Umsturz und Entwicklung Beim Apostel Paulus sehen wir, dass er die Verkündigung von der leiblichen Auferstehung nicht aufgegeben hat, sondern sie offenbar später verstärkt geistig verstanden hat. Diese Entwicklung ist keineswegs überraschend. Schließlich hat Paulus vor dem Hintergrund seiner Biografie vom Verfolger zum Verkünder einen der grundlegensten Wechsel seiner theologischen Position vorgenommen. Obwohl dieser Wechsel im wahrsten Sinne des Wortes umstürzend erscheint, der ihn vom Pferd geworfen hat, dürfte ihm eine Entwicklung vorausgegangen und gefolgt sein. "Denn Stückwerk ist unser Erkennen", schreibt er in seinem ersten Brief an die Korinther. Jetzt schauen wir in einen Spiegel und sehen nur geheimnisvolle Umrisse und denkwürdige Konturen. (1 Kor 13,12) Warten wir ab, was da kommen wird. Johannes: Höhepunkt theologischer Erzählkunst Als besonderen Höhepunkt theologischer Reflektion versteht die Gemeinschaft der Gläubigen schließlich das Johannes-Evangelium. Daher nimmt die Kirche das Johannes-Evangelium in die Sammlung der heiligen Schriften auf, obwohl oder gerade weil es sich von den drei vorhergehenden Evangelien in der Form deutlich unterscheidet. Durch diese Auswahl wird klar, dass es der Kirche mit den Evangelien nicht um Geschichtsbücher im modernen Sinn geht und das historische Studien daran mit bloßem Fakteninteresse, an der eigentlichen Aussageabsicht der Evangelien vorbeigehen. Statt dessen handelt es sich in den theologischen Geschichten und Erzählungen der Evangelien um religiöse Kunst als theologische Deutung und Erklärung von Geschichte. Jesus Christus als Licht der Weisheit Dies fällt schon zu Beginn des Johannes-Evangliums auf, das quasi mit einer eigenen Schöpfungsgeschichte beginnt. Anders als die Schöpfungsgeschichte am Anfang der Bibel im Buch Genesis erzählt die Schöpfungsgeschichte im Johannes-Evanglium nicht die Entstehung der Welt, sondern verkündet Gott als das ewige Wort, als den Logos und die Weisheit, die in Jesus Christus unter den Menschen erschienen, offenbar und bekannt geworden ist. Entsprechend ist auch mit dem Licht nicht das natürliche Licht der Sonne gemeint, sondern sprachbildlich verstanden das übernatürliche Licht der geistigen Einsicht in die ewige Weisheit Gottes. Entsprechend verkündet der Evangelist Johannes Jesus Christus als den Theologen, durch den Gott sich selbst erklärt. Weisheit als Spiegel der Vollkommenheit Da das Licht von oben kommt und nicht aus den Sachen selbst, nehmen wir Farben und Formen als Reflektionen des Lichts wahr. Im Grunde sind damit alle Oberflächen Spiegel, wobei Wasseroberflächen oder Kristalloberflächen Spiegel besonderer Qualität sind. Typisch für perfekte Spiegel ist ihr Charakter als Abbild eines Vorbilds. Sprachlich wird die körperliche Erfahrung des Sehens auf geistige Zusammenhänge übertragen. Wie die Oberflächen der Welt das Licht der Sonne reflektieren, so spiegelt sich in der Weisheit des Menschen die ewige Weisheit. So heißt es im Alten Testament im Buch der Weisheit: "Sie ist der Widerschein des ewigen Lichts, der ungetrübte Spiegel von Gottes Kraft, das Bild seiner Vollkommenheit." (Weish 7,26) Aufgrund der Vollkommenheit aber können wir Unvollkommenen die ewige Weisheit genauso wenig direkt anschauen wie die Sonne selbst, deren Licht uns weiß erscheint. Denn wer direkt in die Sonne schaut, dem wird schwarz vor Augen. Wir brauchen also Projektions- und Spiegelflächen, in denen sich die Weisheit reflektiert und wir sie indirekt betrachten können. Licht als Grundvoraussetzung für das Denken Die Lichtsymbolik spielt nicht nur in der Theologie, sondern auch für die Philosophie, für das Denken im Allgemeinen, eine besondere Rolle. Denn das Denken folgt den Sinnen, was sich sprachlich im Wort Nachsinnen ausdrückt. Und insbesondere folgt das Denken dem Sehen, was sich in Worten wie Ansicht, Einsicht und Übersicht zeigt. Von Bedeutung für das Denken sind außerdem Worte wie reflektieren oder spiegeln, deutlich, hell und klar. Licht als Voraussetzung räumlicher Orientierung Dieser Zusammenhang von Licht und Denken hat etwas mit den Prinzipien des Denkens zu tun. Denn Denken ist zunächst einmal Unterscheiden und Benennen. Dies ist bei völliger Dunkelheit nicht möglich, weil wir keine Umrisse, Konturen und Grenzen erkennen, keinen Raum wahrnehmen, sondern uns alles als einheitlich schwarz erscheint. Erst bei Licht werden Unterschiede in Form und Farbe deutlich. Daher können wir uns erst bei Licht ein Bild von der Welt machen. Licht als Voraussetzung zeitlicher Orientierung Außer für das Orientieren im Raum ist das Licht wichtig für die Orientierung in der Zeit. Denn das Zeitgefühl entsteht primär durch die Unterscheidung von Tag und Nacht. Damit wird der Anfang der Zeit als der Aufgang der Sonne am ersten Tag der Geschichte versinnbildlicht. Auch der Weltuntergang ist der Untergang von Sonne, Mond und Sternen, wie es im Markusevangelium heißt. (Mk 13,24) Orientierung und hierarchische Ordnung Die Orientierung des Zeitgefühls nach den Gestirnen wirkt sich sprachlich auch in der Einteilung der Tage aus, die mit dem Sonntag und Mon(d)tag beginnen. Dabei meint diese Reihenfolge tatsächlich eine Hierarchie, bei der oben höher bewertet wird als unten und der Fürst und der Princeps, das Prinzip und der Anfang höher als der oder das Nachgeordnete. Die Sonne als das größte Licht steht daher in der Hierarchie ganz oben und am Anfang. Wie der Himmel ein Bild für den Ort des Geistes Gottes ist, ist der Kopf ein Bild für den Ort des Geistes des Menschen. Gott wird sprachlogisch als Herrscher über Raum und Zeit gedacht, der Geist als Herrscher über den Körper. Gott wird über dem Menschen gedacht, dem Menschen überlegen. Gott als das geistige Universum Die Überlegenheit findet auch in der Allgegenwart Gottes ihren Ausdruck, aus dem sich die Vorstellung eines Lebens in Gott ergibt. Denn vernünftigerweise können wir uns die Unendlichkeit nicht als außerhalb des Raumes vorstellen, sondern nur den Raum als begrenzten Ausschnitt der Unendlichkeit. Da wir jedoch nur Gott unendlich denken, müssen wir uns logischerweise in Gott befinden. Das haben schon alttestamentliche Theologen tatsächlich so gesehen. Daher heißt es im Psalm: "Du umschließt mich von allen Seiten und legst deine Hand auf mich." (Ps 139,5) Und auch im Neuen Testament in der Apostelgeschichte spiegelt sich dieses Denken wider: "Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir, wie auch einige von euren Dichtern gesagt haben: Wir sind von seiner Art." (Apg 17,28) Die Zeit als Mitte der Ewigkeit Ähnliche vernünftige Überlegungen wie zu Unendlichkeit und Raum kann man zur Ewigkeit und Zeit anstellen. Demnach ist die Zeit mit einem definierten Anfang und einem definierten Ende ein Ausschnitt der Ewigkeit. Von daher kann man die Zeit als Mitte der Ewigkeit betrachten, da es eine Zeit vor dem Anfang und eine Zeit nach dem Ende gibt und diese beiden Zeiten in gleicher Weise unendlich lang sind. Der erste Tag der Woche Innerhalb der Zeit aber sehen wir im Spiegel der Bibel zunächst zwei Epochen: die Zeit des Gesetzes und die Zeit der Gnade. Mit Christus bricht die neue Zeit der Gnade an. Seinen symbolischen Ausdruck findet dies in der Auferstehungsfeier am ersten Tag der Woche. So heißt es im Markusevangelium: "Am ersten Tag der Woche kamen sie in aller Frühe zum Grab, als eben die Sonne aufging." (Mk 16,2) Damit wird der Sonntag als erster Tag der Woche und als Tag des Lichtes das Symbol für die neue Schöpfung und den neuen Menschen (2 Kor 5,17) sowie für das neue Leben (Röm 6,4) in Christus. Dieses neue Leben bezieht sich nicht nur auf die Ewigkeit, sondern zunächst und hauptsächlich auf den Neubeginn eines Lebens nach dem Doppelgebot in der Woche (Röm 6,12) und im Alltag. Der sechste Tag der Schöpfung Anders als mit dem ersten Tag der Schöpfung bricht mit dem Kommen Christi entsprechend der alttestamentlichen Ankündigung die Endzeit an. Demnach ordneten auch die beiden bedeutenden Theologen und Kirchenlehrer Augustinus und Bonaventura ihre Geschichtstheologie. Sie periodisierten die Schöpfungsgeschichte in Epochen analog zu den Schöpfungstagen und wiesen die Zeit nach Christus dem sechsten Tag zu, dem Tag der Erschaffung des neuen Menschen. Gleichzeitig spiegelten sie die Schöpfungsgeschichte in der Lebensgeschichte des Menschen und seiner Bewusstseinsentwicklung. Dabei entspricht die Epoche nach Christus gleichzeitig der Zeit des hohen Alters im Menschenleben, das von weißen Haaren und hoher Weisheit geprägt ist, von Lebenserfahrung und Todesnähe. Den siebten Tag als Tag der Schöpfungsruhe, der parallel zum Freitag der Schöpfung verläuft, verstanden sie als den Tag des Todes und der ewigen Ruhe, den achten Tag als den Tag der Auferstehung, der wiederum dem ersten Tag entspricht. Die Endzeit als Zeit der Versöhnung Die Endzeit als Zeit der Gnade ist eine Zeit der Versöhnung in Freiheit. Denn das Neue Testament verkündet den Vater im Himmel als denjenigen, der seine Sonne aufgehen lässt über Gute und Schlechte, und der regnen lässt über Gerechte und Ungerechte. (Mt 5,45) Gleichzeitig ist die Zeit der Freiheit eine Zeit der Entscheidung zwischen Leben und Gericht. Für die Gegenwart gilt jedoch das Gebot der Versöhnung: "Richtet nicht, dann werdet auch ihr nicht gerichtet werden. Verurteilt nicht, dann werdet auch ihr nicht verurteilt werden. Erlasst einander die Schuld, dann wird auch euch die Schuld erlassen werden." (Lk 6,37) Das Vaterunser als Kurzformel christlicher Theologie Im Doppelgebot kommt der Gottesverehrung besondere Bedeutung zu. Und entsprechend fragen die Jünger den Herrn nach der rechten Weise zu beten. Im Herrengebet des Vaterunsers legt Christus uns zusammengefasst in einer kurzen Formel seine ganze Theologie in den Mund. Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Deine Civitas komme, Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Bonn, an Mariä Lichtmess 2008 |
| ZOLLITSCH
MODERIERT BISCHOFSKONFERENZ |
Der Freiburger
Erzbischof Robert Zollitsch ist neuer Vorsitzender der
Deutschen Bischofskonferenz. Die Frühjahrsvollversammlung der
Bischöfe
wählte ihn in Würzburg zum Nachfolger von Kardinal Karl
Lehmann. Der
Mainzer Bischof war nach 20 Jahren im Amt aus gesundheitlichen
Gründen
zurückgetreten. Kirchenpolitisch wird
der 69-jährige Zollitsch ebenso wie sein
Vorgänger als Mann der Mitte eingeschätzt. 12.02.2008 |
| HUNDERTFÜNFZIG JAHRE LOURDES |
Es war ein
14-jähriges Mädchen aus armen Verhältnissen, dem vor
150 Jahren in einer Grotte in den Pyrenäen die Jungfrau Maria
erschienen sein soll. Später offenbarte sich
die Erscheinung als die "unbefleckte Empfängnis", was der Pfarrer
als
Dogma von der Unbefleckten Empfängnis erkannte. Heute ist Lourdes der am meisten besuchte
katholische Wallfahrtsort. Kranke versprechen sich vom Wasser der
Quelle Heilung, die anderen lockt die Neugier. 11.02.2008
|
| BENEDIKT XVI. - FASTENBOTSCHAFT 2008 |
Zu
Beginn der Fastenzeit hat Papst Benedikt XVI. an die Praxis des
Almosens erinnert. Nächstenliebe sei das Ziel der besonderen
Kollekten für die Armen während der Fastenzeit in vielen
Teilen der Welt. Dabei sieht er vor allem Christen in mehrheitlich
christlichen Ländern in der Pflicht. Der Papst setzt damit seine
Enzyklika über Gott
als die Liebe sowie sein Schreiben über
das Sakrament
der Liebe mit einem Gedanken über einen Akt
der Liebe fort. 06.02.2008
|
| ANTRITTSPREDIGT
VON ERZBISCHOF MARX |
Erzbischof
Reinhard Marx ist am Fest der Darstellung des Herrn, Mariä
Lichtmess, im Münchner Liebfrauendom
feierlich in sein Amt eingeführt worden. Der Apostolische Nuntius
in
Deutschland, Erzbischof Jean-Claude Périsset, übergab die
in
lateinischer Sprache abgefasste handgeschriebene Bulle, mit der Papst
Benedikt XVI. den bisherigen Bischof von Trier zum 73. Nachfolger auf
dem Bischofsstuhl des heiligen Korbinian ernannt hatte. 02.02.2008
|
| VATIKAN:
LEITLINIEN ZUR BIBELSYNODE |
| Bei der Lektüre der Heiligen Schrift
dürfe es nicht zu
fundamentalistischen oder ideologischen Verkürzungen kommen. Davor
warnte der Generalsekretär der Bischofssynode, Erzbischof Nikola
Eterovic, der am Freitag die so genannten Lineamenta,
also: Leitlinien der 2008 stattfindenden Bischofssynode zur Heilige
Schrift vorstellte. „Die
volle Einheit wird nur möglich mit einer Rückkehr zur Quelle
des
Wortes, das im Licht der kirchlichen Tradition interpretiert wird.
Überdies ist die Bibel wichtig im interreligiösen Dialog,
besonders in
Bezug auf das jüdische Volk, mit dem die Christen einen wichtigen
Teil
des Kanons teilen, unser „Altes Testament“ eben. Und wir müssen
immer wieder unterstreichen, dass der Glaube an Gott
jede Form der Gewalt überwinden muss. Nur so kann er zum
Mittelpunkt
der Forderung nach Gerechtigkeit und Frieden auf der Welt werden.“
27.04.2007 |
| KIRCHE:
MEHR MITTEL FÜR FAMILIEN |
| Die Bischofskonferenz hat
sich einstimmig hinter das Plädoyer von
Bischof Mixa für eine frühkindliche Betreuung und Erziehung
gestellt.
Wie diese Art der Betreuung aussehen soll, haben die Bischöfe
offen gelassen.
Dies könne aus guten Gründen in der Familie durch einen
Elternteil,
zumeist durch die Mutter geschehen. Die Auswirkungen einer Betreuung
durch Kindertagesstätten und Tagesmütter seien umstritten.
Der
Familienlastenausgleich dürfe nicht nur Anreize für ein
Betreuungsmodell setzen. Der Familienlastenausgleich müsse
aufgestockt
werden. Eine Ausdehnung des Familiengeldes auf drei Jahre halten die
Bischöfe damit für möglich. 14.04.2007 |
| KIRCHE
GEGEN KRIPPEN |
| In der Kritik an der
Familienpolitik der Bundesregierung hat sich jetzt
auch Kardinal Lehmann hinter Bischof Mixa gestellt. Lehmann sprach
ebenfalls von Differenzen, ohne allerdings die Ministerin beim Namen zu
nennen. Gleichwohl hielt er die Dialogbereitschaft offen. Zwei Drittel
der Eltern wollen ihre kleinen Kinder nicht in Heimen mit Krippen
abgeben. Unionspolitiker bestehen auf eine Bedarfsprüfung.
Sozialexperten weisen darauf hin, dass in Regionen mit hoher
Krippendichte sowohl die Kinderarmut, als auch die Arbeitslosigkeit
sehr hoch ist. Im Anschluss daran fordern Christdemokraten eine
Prüfung, inwieweit in diesen Regionen Krippen rückgebaut
werden sollten
zugunsten einer Stärkung elterlicher Erziehungsmöglichkeiten.
Auch
Arbeitnehmerinnen sollten die Möglichkeit haben, sich voll ihren
kleinen Kindern zu widmen. Gerade die rasante Entwicklung in den ersten
drei Jahren sei für das ganze Leben der Kinder entscheidend
prägend.
Krippen würden die Kinder in ihrer Entwicklung beschneiden.
10.04.2007 |
| OSTERN 2007 |
| Ostergrüße des Papstes zu Urbi et Orbi |
| Alleluia:
V. Pascha nostrum (Graduale Romanum) Mulierum Schola Gregoriana Pontificii Instituti Musicæ Sacræ; Nino Albarosa, director. Letizia Butterin, Miriam Cicchitti, Eun-Young Cho, Hi-Jung Jun, Yeon-Hee Kang, Mun-Joung Park, Hye-Jung Son, Masako Toeda.
|
| PAPST
BENEDIKT XVI. BEGINNT KARWOCHE |
| Mit einer Messe auf dem
Petersplatz hat Papst Benedikt XVI. am Sonntag
die Feiern der Karwoche begonnen. In seiner Predigt vor mehreren
zehntausend Menschen unterstrich das katholische Kirchenoberhaupt,
Verdienst, Karriere und Erfolg könnten nicht das letzte Ziel des
Lebens
sein. Benedikt XVI. ermahnte die Christen, ihr Leben in den Dienst am
Nächsten zu stellen. Wahrheit und Liebe seien keine abstrakten
Werte;
in Jesus Christus seien sie Person geworden. 01.04.2007 |
| PAPST
FORDERT GOTTESBEZUG IN EU-VERFASSUNG |
| Papst Benedikt XVI. hat einen fehlenden
Gottesbezug in der "Berliner Erklärung" und weiteren Deklarationen
zum 50-jährigen Jubiläum der EU gerügt. In einer Rede
vor europäischen Bischöfen sagte der Papst, Europa verleugne
sich selbst, wenn es Gott und seine christlichen Wurzeln vergesse.
Damit ziehe Europa seine eigene Identität in Zweifel. Wenn die
Regierungen der EU-Staaten die Distanz zu den Bürgern abbauen
wollten, "wie können sie ein so für die Identität
Europas wichtiges Element wie die Christenheit auslassen, mit dem sich
die große Mehrheit seiner Bürger weiter identifiziert",
sagte der Papst. Der Papst beklagte zudem die niedrigen Geburtenraten
in Europa. "Man könnte fast meinen, dass der europäische
Kontinent den Glauben in seine Zukunft verliert." Vom demographischen
Standpunkt aus gesehen scheine Europa einen Weg zu beschreiten, "der zu
seinem Abschied von der Geschichte führen könnte". Der Trend
der Bevölkerungsentwicklung gefährde nicht nur das
Wirtschaftswachstum, sondern auch den sozialen Zusammenhalt und
fördere "gefährlichen Individualismus". Auch der
Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bischof
Wolfgang Huber, sprach sich für einen Gottesbezug in der geplanten
EU-Verfassung aus. 25.03.2007 |
| PAPST
ERKLÄRT DEN SONNTAG ZUM URFEIERTAG |
| Papst Benedikt XVI.
hat sein Rundschreiben über Gott als die Liebe durch ein Schreiben
über die Eucharistie weiter entfaltet. Das nachsynodale Schreiben
wurde am Dienstag in Rom veröffentlicht. Der Papst hebt darin den
Sonntag als den ersten Tag der Woche und Tag der Befreiung für das
christliche Leben hervor. Insbesondere erneuert Benedikt XVI. das
Sonntagsgebot als Quelle authentischer Freiheit für alle
Gläubigen. Er erklärt den Sonntag zum Urfeiertag, aus dem der
Sinn des christlichen Lebens und seiner beruflichen Tätigkeit
hervorgehe. "Das Geheimnis der Eucharistie befähigt und
drängt uns zu einem mutigen Einsatz in den Strukturen dieser Welt,
um in sie jene Neuheit der Beziehungen hineinzutragen, die im Geschenk
Gottes ihre unerschöpfliche Quelle hat." Die Eucharistie selbst
bezeichnet Benedikt XVI. in dem Dokument als "Sakrament
der Liebe". 13.03.2007 |
| PAPST
RUFT ZU FRIEDEN UND GERECHTIGKEIT AUF |
| Papst Benedikt XVI.
hat in seiner Weihnachtsbotschaft in Rom zu Frieden und Gerechtigkeit
in der Welt aufgerufen. Vor Zehntausenden Gläubigen auf dem
Petersplatz verwies er am ersten Weihnachtstag vor allem auf die
Konflikte und Kriege im Nahen Osten und forderte eine Wiederaufnahme
des Dialogs zwischen Israelis und Palästinensern: "Ich hoffe, dass
sich im Respekt der unveräußerlichen Rechte der Völker
dieser Region Perspektiven für einen gerechten und dauerhaften
Frieden eröffnen", so das Oberhaupt der katholischen Kirche. Auch der
EKD-Ratsvorsitzende Huber forderte einen Mentalitätswechsel - vor
allem mehr Kinderfreundlichkeit. 24.12.2006 |
| PAPST TRITT FÜR
RELIGIONSFREIHEIT EIN |
| Mit
einer überraschenden Geste hat Papst Benedikt XVI. bei seinem
Besuch in der Blauen Moschee in Istanbul dem Islam seinen Respekt
erwiesen. Wie türkische Fernsehsender am Donnerstag zeigten,
wendete sich das katholische Kirchenoberhaupt gen Mekka und verharrte
einige Minuten leicht gebeugt mit geschlossenen Augen. Zuvor hatte der
Papst gemeinsam mit dem orthodoxen Partriarchen von Konstantinopel,
Bartholomaios I., mehr religiöse Freiheiten in der Türkei
angemahnt. Alle christlichen Gemeinschaften seien aufgerufen, das
Bewusstsein Europas für seine christlichen Wurzeln, Traditionen
und Werte zu erneuern, um ihm neue Kraft zu geben, sagte Benedikt XVI.
nach einer Messe mit dem orthodoxen Patriarchen, der ihn vor der
Sankt-Georg-Kirche mit einer Umarmung in Empfang genommen hatte.
Benedikt betonte die universelle Verantwortung des Papsttums und
spielte damit auf den Haupststreitpunkt zwischen katholischer und
orthodoxer Kirche an. In Istanbul protestierten wenige türkische
Demonstranten gegen den Besuch des Papstes. 30.11.2006 |
| PAPST RUFT ZUR EINHEIT DER KIRCHEN AUF |
| Benedikt XVI. ist in Istanbul mit dem
orthodoxen Patriarchen Bartholomaios I. zusammengekommen. Bereits zur
Begrüßung rief der Papst zur "Einheit von Katholiken und
Orthodoxen" auf. Das Gespräch gilt als ein Höhepunkt seiner
Türkeireise. 29.11.2006 |
| PAPST
SUCHT IN DER TÜRKEI DIALOG MIT DEM ISLAM |
| Papst Benedikt XVI. hat
an seinem ersten Besuchstag in der Türkei die Gemeinsamkeiten
zwischen Christen und Muslimen betont. Bei einem Treffen mit dem Chef
der türkischen Religionsbehörde, Ali Bardakoglu, am Dienstag
in Ankara sagte Benedikt, beide Religionen teilten den Glauben "an den
einen Gott" sowie an die besondere Würde jedes einzelnen Menschen.
Außerdem seien sich Christentum und Islam einig in ihrem Streben
nach Frieden und Gerechtigkeit in der Welt. 28.11.2006 |
| SONNTAGSKULTUR: EIN TAG DER ARBEIT? |
| Der
Sonntag - erster Tag der Woche oder Tag der Arbeit? Ein
Hintergrundstück als DSL-Video. Ja,
bitte 10.11.2006 |
| BUNDESTAG SCHRÄNKT TABAKWERBUNG EIN |
| Der
Bundestag hat mit Stimmen der Regierungs- und Oppositionsparteien
beschlossen, Tabakwerbung zu verbieten. Das Verbot gilt für die
Medien mit Ausnahme der Plakatwerbung und des Kinos. Damit wurde eine
EU-Richtlinie in nationales Recht umgesetzt. 09.11.2006 - Siehe auch
ein ergänzendes DSL-Video. Ja,
bitte |
| PAPST: HEILIGE SIND
FREUNDE |
| Mit
einem Pontifikalamt hat Papst Benedikt XVI. am Mittwoch das Fest
Allerheiligen begangen. Im vollbesetzten Petersdom rief das
Kirchenoberhaupt die katholischen Gläubigen auf, Heilige als
Freunde
und Vorbilder zu verstehen. 01.11.2006. |
| PAPST
BERUFT HUMMES AN DIE KURIE |
| Franziskanerkardinal
Claudio Hummes, 72, Brasilianer
aus deutscher Familie, galt als aussichtsreicher Papstkandidat, den
Johannes Paul II. 2001 zum Kardinal ernannte. Jetzt ist er als
"Generalminister für die Priester" an die Seite des Papstes
berufen
worden. In drei Jahren muss er dem Papst aus Altersgründen seinen
Rücktritt anbieten. Bisher noch unbekannt ist, wer sein Nachfolger
als
Erzbischof von Sao Paulo wird. 31.10.2006 |
| PAPST
SPRICHT VIER SELIGE HEILIG |
|
Papst Benedikt XVI. hat am Sonntag zwei Frauen und zwei Männer heilig gesprochen. Es handelt sich um einen Bischof, einen Priester und zwei Ordensfrauen. Möge ihr Vorbild uns inspirieren", sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche vor tausenden Gläubigen auf dem Petersplatz. 15.10.2006 |
| KÜNFTIG
KEINE ZIGARETTEN MEHR FÜR MINDERJÄHRIGE |
|
Nach
dem Willen der Regierungskoalition
sollen Jugendliche unter 18 Jahren keine Zigaretten mehr kaufen
dürfen.
Im Streit um ein Rauchverbot für Gaststätten blieb der
Durchbruch aus.
Die Differenzen um das Rauchverbot in der Gastronomie soll eine
Arbeitsgruppe aus Vertretern der Fraktionen beilegen. 29.09.2006 |
| MUSLIMISCHE
BOTSCHAFTER BESUCHEN DEN PAPST |
| Zum
ersten Mal lädt ein Papst eine komplette Staatengruppe
zur Audienz, um diplomatische Missstimmung aus der Welt zu schaffen,
die durch ein Zitat ausgelöst worden war. Die Einladung des
Papstes von diesem Sonntag haben alle wichtigen muslimisch
geprägten
Länder angenommen. Zur Audienz nach Castelgandolfo kommen unter
anderem die
Botschafter Ägyptens, Irans, der Türkei, des Iraks, Libyens
und Indonesiens. 25.09.2006 |
| VATIKAN-DIPLOMATEN
SUCHEN DIALOG MIT ISLAM |
| Angesichts
der Empörung über ein Zitat von Papst Benedikt XVI. hat der
Vatikan eine diplomatische Initiative in der islamischen Welt
angekündigt. Die Vatikan-Botschafter sind angewiesen worden, den Text
der Papst-Rede bekannt zu machen und die "bisher nicht beachteten
Elemente hervorzuheben". 18.09.2006 |
| LANDTAGSWAHLEN: SPD REGIERT WEITER |
| Nach den
Landtagswahlen an diesem Sonntag in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern
kann die SPD trotz zum Teil herber Verluste weiterregieren. Die CDU
behauptete sich in beiden Ländern bei leichteren Verlusten
als zweitstärkste Kraft. In Schwerin will die SPD auch mit der CDU
verhandeln, in
Berlin
empfehlen sich die Grünen als Koalitionspartner. Kleinere Parteien legten
insgesamt zu. In Schwerin zog die
FDP, aber auch die NPD ins Parlament ein. Die Wahlbeteiligung
brach drastisch ein. B: SPD (30,8; +1,1), CDU
(21,3; -2,5), Linke (13,4; -9,2), Grüne (13,1; +4,0), Andere
(13,8; +8,9), Wahlbeteiligung: (58,5; -9,6); MV: SPD (30,2; -10,4), CDU
(28,8; -2,6), Linke (16,8; -0,4), FDP (9,6; +4,9), NPD (7,3; +6,5),
Wahlbeteiligung (59,2: -11,4). 18.09.2006 |
| VATIKAN
REAGIERT AUF ISLAM-KRITIK |
| Nach der
Kritik an Äußerungen des Papstes zum Thema Islam und Gewalt
auf seiner Bayernreise will der Vatikan die Wogen glätten. In
Regensburg hatte der Papst einen byzantinischen Kaiser zitiert,
wonach Mohammed "nur Schlechtes und Inhumanes" in die Welt gebracht
habe. 15.09.2006 |
| ERSTMALS WIEDER
RABBINER ORDINIERT |
| Mehr
als 60 Jahre nach dem Holocaust sind erstmals wieder Rabbiner in
Deutschland ordiniert worden. An diesem Donnerstag wurden in Dresden
drei junge Gelehrte in ihr Amt eingeführt. 14.09.2006 |
| CDU
BLEIBT IM NORDEN IN
GEMEINDEN VORN |
| Die CDU hat die
Kommunalwahl in Niedersachsen an diesem Sonntag vor der SPD gewonnen.
Beide großen Parteien mussten Verluste hinnehmen. Die kleinen
Parteien legten zu. Die Wahlbeteiligung sank auf einen historischen
Tiefstand. CDU (41,3; -1,3), SPD (36,6; -2,0), Grüne (7,8;
+1,1), FDP (6,7; +0,5),
Wahlbeteiligung (51,8; -4,4). 11.09.2006 |
| BENEDIKT XVI. ZUM ZWEITEN MAL IN
DEUTSCHLAND |
| Papst Benedikt XVI. beginnt an diesem
Samstag seinen zweiten Deutschlandbesuch.
Das Oberhaupt der katholischen Kirche bleibt sechs Tage in seiner
Heimat. Benedikt will drei Gottesdienste
halten, zu denen etwa eine halbe Million Menschen erwartet werden. 09.09.2006 |
| FRANKREICH
WILL DAS RAUCHEN EINSCHRÄNKEN |
| Frankreich will das
Rauchen in allen öffentlich zugänglichen
Gebäuden
einschließlich Gaststätten und Hotels ab dem 1. Januar
verbieten. Der Zeitung "Le Figaro" zufolge soll das Verbot im Oktober
per Erlass
verkündet werden. 24.08.2006 |
| FRONLEICHNAM: PRÄCHTIGE PROZESSIONEN |
| Mit
farbenprächtigen Prozessionen und festlichen Gottesdiensten
feiern
die Katholiken in Deutschland am Donnerstag das Fronleichnamsfest.
Hunderttausende Gläubige ziehen singend und betend durch die mit
Blumen
und Fahnen geschmückten Straßen ihrer Städte und
Dörfer. Dabei tragen
Priester und Bischöfe die Monstranzen mit der Hostie. 15.06.2006 |
| EU FORDERT MEHR NICHTRAUCHERSCHUTZ |
| Die
EU-Kommission droht der Bundesregierung wegen Versäumnissen im
Kampf gegen das Rauchen mit rechtlichen Schritten. Dabei geht es um
rauchfreie Zonen und das immer noch nicht unterzeichnete
Tabakwerbeverbot. 12.04.2006 |
| JAHRGEDÄCHTNIS
FÜR JOHANNES PAUL |
| Der Kölner Kardinal
Meisner wird am nächsten Sonntag ein Pontifikalamt zum
Jahrgedächtnis von Johannes Paul II. halten. Papst Benedikt XVI.
wird in einer Messe für seinen Vorgänger am kommenden Montag
beten. 29.03.2006 |
| KIRCHE
UND MEDIEN: RUMMEL BILANZIERT |
| In
einer schonungslosen und faktenreichen Analyse setzt sich der
langjährige Hörfunkdirektor und Chefredakteur des Rheinischen
Merkur, Alois Rummel, mit dem Verhältnis von Kirche und Medien
auseinander. Dabei wertet er ihre Präsens in der Unterhaltung
positiv. Die Berichterstattung der Medien über Religion und Kirche
hält Rummel in einer offenen Gesellschaft für
selbstverständlich. Download
29.03.2006 |
| FERNSEHKRITIK:
KAROL - EIN MANN WIRD PAPST |
| Wer hätte
auf RTL II so einen anspruchsvollen Film erwartet wie den, der am
Sonntag und Montag über Deutschlands Bildschirme flimmerte: "Karol
- der Mann, der Papst wurde"? Das Werk zeigt das Wachstum und Werden
einer vieldimensionalen Persönlichkeit in einer dramatischen Zeit,
die er selbst entscheidend wenden soll. Durch alle totalitären
Erfahrungen hindurch reift in Karol Wojtyla der Glaube an die Liebe und
seine Berufung zum Priester, die mit seiner Wahl zum Papst den
Höhepunkt erreicht. Tränen fließen nicht nur auf dem
Bildschirm häufig, sondern auch bei Zuschauerinnen. Wiederholung
in voller Länge: 02.04.2006, 9:30 Uhr. 28.03.2006 |