BLACKBOX SUCHMASCHINEN
Blackbox Bibel stellt eine neue Volltextsuchmaschine zum Alten und Neuen Testament in der Einheitsübersetzung vor, mit integrierter Bibelstellensuche und synoptischer Darstellungsmöglichkeit.
Blackbox Konzil präsentiert eine neue Volltextsuchmaschine zum Konzil auf Latein, Deutsch, Englisch und Italienisch.
Blackbox Katechismus präsentiert die neue Volltextsuchmaschine zum Weltkatechismus auf LateinDeutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch und Polnisch und Norwegisch.
Blackbox Kirchenrecht präsentiert eine neue Volltextsuchmaschine zum Kirchenrecht (CIC).
BLACKBOX VIDEO
Der "heilige Doktor" von Moskau / Die St. Elisabeth-Kirche in Bonn  / Durststrecke - Stationen einer Sucht
BUCH KOHELET ALS HÖRBUCH
Das Buch Kohelet gilt ebenfalls als ein Höhepunkt der alttestamentlichen Weisheitsliteratur. König Kohelet beklagt darin die Vanitas, die Vergeblichkeit des menschlichen Mühens: "Alles ist Windhauch". Download


BUCH DER WEISHEIT ALS HÖRBUCH
Viele Kirchenväter haben das Buch geschätzt und oft zitiert, meist mit der Einleitung „Die Weisheit sagt: ...“ Jetzt gibt es das Buch der Weisheit als Hörbuch zum Download


PAPST RUFT ZUM FRIEDEN AUF

Papst Benedikt XVI. hat in seiner Osterpredigt zum Frieden aufgerufen. Er forderte, "an den gepeinigten Nahen Osten zu denken - vor allem an das Heilige Land, an den Irak und den Libanon - und schließlich an Tibet." Außerdem wies er auf die Konflikte in Darfur und Somalia hin. "Für diese Regionen unterstütze ich die Suche nach Lösungen, die das Wohl und den Frieden schützen", sagte das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche vor Zehntausenden Gläubigen, die sich trotz strömenden Regens auf dem Petersplatz in Rom versammelt hatten. Der Papst sagte wörtlich:

ES WERDE LICHT: THEOLOGIE ALS VERSÖHNUNG
Es werde Licht
Theologie als Versöhnung

Von Christoph Overkott

Inhalt

Theologie als Summe der Erfahrung

Glaube als positives Welt- und Menschenbild
Bibel als gesammelte Glaubenserfahrung
Theologie als Ordnen der heiligen Schriften
Zwei Testamente als Versprechen und Erfüllung
Erfüllung durch Versöhnung in Jesus Christus
Jesus Christus als Religions- und Kulturkritiker
Kreuzestod als einziges und endgültiges Opfer
Auferstehung zwischen Verklärung und Erklärung
Theologie und die Grundprinzipien des Denkens
Paulus: Theologie als Umsturz und Entwicklung
Johannes: Höhepunkt theologischer Erzählkunst
Jesus Christus als Licht der Weisheit
Weisheit als Spiegel der Vollkommenheit
Licht als Grundvoraussetzung für das Denken

Licht als Voraussetzung räumlicher Orientierung
Licht als Voraussetzung zeitlicher Orientierung

Die Zeit als Mitte der Ewigkeit
Der erste Tag der Woche
Der sechste Tag der Schöpfung
Die Endzei
t als Zeit der Versöhnung

Christliche Theologie ist die Gotteslehre von der universalen Versöhnung, in der Gott den Menschen in Christus mit sich versöhnt, den Menschen mit seinen Mitmenschen und den Menschen mit sich selbst. Dabei meint Selbstversöhnung, die Annahme von geistigen und körperlichen Schwächen bis hin zur Annahme der eigenen Sterblichkeit. Schließlich ist christliche Theologie eine Versöhnung von Glauben und Vernunft, die den Menschen auch für morgen eine klare Orientierung zu geben vermag.

Theologie als Summe der Erfahrung

Schon vor tausenden Jahren sind Theologen viel herumgekommen und haben vieles erfahren, sie haben sich die Welt angeschaut sowie ihre Geschichte und darin besonders den Menschen und sein Leben betrachtet. Sie haben nach Anfang, Prinzip und Grund gefragt auf der einen Seite sowie nach Zweck, Ziel und Ende auf der anderen Seite. Denn die Theologen erfuhren sich selbst in der Natur einer Macht unterworfen und einem Gesetz, das sie sich nicht selbst gegeben hatten. Diese unsichtbare, geistige Macht nannten sie Jahwe. Und dieses Wort bedeutet übersetzt einfach so viel wie "Ich bin".

Gott als Höchstprinzip und Letztbegründung

Gott als das eigentliche Sein wird von Anfang an verstanden als der schöpferische Geist, die Weisheit und das sich schöpferisch aussprechende Wort: ewig, universal, absolut, souverän, selbst ohne Begründung. Deshalb gibt es auch nur einen Gott und keinen zweiten Versucher neben ihm, der diese Souveränität begrenzen könnte. Das Denken des Höchstprinzips und der Letztbegründung führen zum Monotheismus. Gott wird als vorgefunden erfahren, während das Selberschnitzen von Gottesbildern als religiöse Fehlhaltung abgelehnt wird.

Glaube als positives Welt- und Menschenbild

Besonders war bereits, dass die Theologen die Natur als im Anfang, im Prinzip, im Grunde, von ihrem Zweck, Ziel und Ende her als gut verstanden. Und doch sahen sie in der Welt auch das Schlechte, das Leid und den Tod und verstanden dieses als Entfernung und Entfremdung vom guten Gott. Daher strebten sie nach der Versöhnung mit Gott, mit dem Nächsten und mit sich selbst.

Bibel als gesammelte Glaubenserfahrung

Vernünftigerweise brachten Theologen nicht nur den Raum, sondern auch die Zeit, also die Geschichte und das Leben immer wieder mit Gott in Beziehung. Entsprechend schrieben sie ihre Erfahrungen als Geschichten auf, sammelten sie über mehrere tausend Jahre und bewahrten diese als heilige Schriften. Schließlich verschmolzen diese zur heiligen Schrift, wie wir sie heute als Bibel kennen.

Die Bibel deutet die Geschichte Gottes mit den Menschen vom Anfang der Welt bis zu ihrem Ende, von der Schöpfungsgeschichte bis zum Jüngsten Gericht. Sie ist also eine theologische Universalgeschichte in Form von Geschichten. Den Wechselfällen der Geschichte entsprechend sind die Texte unterschiedlich und vordergründig betrachtet unsystematisch. Dennoch ist in ihnen die ganze christliche Weisheit enthalten in einer verborgenen Struktur.

Theologie als Ordnen der heiligen Schriften

Später haben Theologen die Geschichten, ihre sprachlichen Bilder und Aussagen geordnet und in ein System gebracht. Solche systematischen Darstellungen nannten sie Summen. Das sind im Grunde Sammlungen von Sprüchen, Aufsätzen und Büchern zum theologischen Unterricht an Universitäten und Schulen. Solche Zusammenfassungen heißen auch Katechismus.

Das wichtigste Glaubensbuch und die eigentliche Quelle ist nach wie vor die Bibel. Sie gliedert sich in zwei Teile: in das Alte Testament und das Neue Testament. Beide Teile gehören zusammen und spiegeln sich in gewisser Weise. Denn in beiden Teilen finden sich jeweils drei Gruppen von Büchern: Geschichtsbücher, Weisheitsbücher und prophetische Bücher. Den Geschichtsbüchern im Alten Testament entsprechen im Neuen die Evangelien, den Weisheitsbüchern die Apostelbriefe und den prophetischen Büchern die Geheime Offenbarung des Johannes.

Zwei Testamente als Versprechen und Erfüllung

Vor allem sind das Alte und das Neue Testament aufeinander bezogen wie Versprechen und Erfüllung, die nur wechselseitig zu verstehen sind. Denn im Alten Testament wurde das Kommen eines Messias angekündigt. Dabei bedeutet Messias dasselbe wie Christus, nämlich: von Gott Gesandter. Und diese Ankündigung, dieses Versprechen, diese Prophezeiung erfüllt sich im Neuen Testament mit Jesus von Nazareth.

Erfüllung durch Versöhnung in Jesus Christus

Sein Auftreten ist der Höhepunkt und Umschlag in der Geschichte Gottes mit den Menschen. Denn in ihm hat sich die ganze Weisheit und Tugend Gottes offenbart, gezeigt und geäußert. Mit seiner Lehre und mit seinem Leben bezeugt Jesus von Nazareth das Ende der Entfremdung von Gott und Mensch. In seiner Theologie und Spiritualität, also in Lehre und Leben, ist Gott nicht mehr länger der aus dem Paradies vertreibende Gesetzgeber und strafende Richter, sondern der liebende Vater, der die Versöhnung will. In einzigartiger Weise versteht sich Jesus Christus selbst als eins mit dem Vater, als Gottes Sohn, und ruft seine Jünger und Freunde auf, Gott mit ihm im heiligen Geist, also in personalisierter Theologie, ebenfalls als ihren Vater anzunehmen.

Jesus Christus als Religions- und Kulturkritiker

Dabei ist Jesus Christus zutiefst religions- und kulturkritisch. Seine Kritik am falschen Gottesbild wirkt sich aus als Kritik an einem falschen Opferverständnis und einer unmenschlichen Auslegung des Religions- und Sittengesetzes. Gott als der liebende Vater wird für ihn Vorbild und er versteht seine Liebe als Geschenk und Vorleistung, die durch keinerlei Opfer käuflich ist, sondern die nur dankbar angenommen werden kann und weitergeschenkt werden soll.

Mit unerhörter Freiheit setzt er sich über religiöse Vorschriften seiner Zeit hinweg. Und doch geht es ihm nicht darum, das Gesetz aufzuheben, sondern es auf ihren Anfang und ihr Prinzip zurückzuführen, auf Gott den liebenden Vater aller Menschen, auf Gott als die Liebe.

Versöhnung der Aussätzigen und Ausgegrenzten mit Gott

Konsequent geht Jesus Christus auf die Menschen zu, die als Aussätzige und Ausgegrenzte der Gesellschaft betrachtet werden und die wir Sünder nennen. Dabei will er die Sünder nicht in der Sünde belassen. Wer mit dem Gesetz aus welchen Gründen auch immer in Konflikt geraten ist, soll umkehren. Doch Jesus Christus will die Umkehr nicht aus Zwang, sondern aus frei geschenkter Liebe.

Kreuzestod als einziges und endgültiges Opfer

Seine theologische und praktische Religions- und Kulturkritik bringt ihn in Konflikt mit Religionsbeamten seiner Zeit. Nach anfänglichem Ausweichen sucht er schließlich eine letzte heftige Auseinandersetzung im Tempel von Jerusalem als dem religiösen Zentrum seiner Welt und seiner Zeit. Der Zeitpunkt ist nicht zufällig. Es ist Ostern, die Zeit des Pascha-Opfers. Als das endgültige Pascha-Opfer, das alle falschen Opfer aufhebt, will er selbst in die Geschichte eingehen. Unschuldig zum Tod verurteilt, stirbt der Gottessohn am Kreuz, um nach drei Tagen als der Auferstandene seinen Freunden und Anhängern zu erscheinen und im Gedächtnis für immer gegenwärtig zu bleiben.

Auferstehung zwischen Verklärung und Erklärung

Schon damals war für viele Menschen die Botschaft von der Auferstehung Jesu zu ewigem Leben die eigentliche Sensation. Ihre Überlieferung ist schillernd: Sie ist leiblich und geistig zugleich. Die Evangelisten werden die Auferstehung dem Leser und Hörer später in ihren heiligen und frommen Legenden lebendig vor Augen führen. Die Botschaft führt zu verständnislosem Kopfschütteln, zu gläubiger Verehrung und zu theologischer Reflektion.

Theologie und die Grundprinzipien des Denkens

Die theologische Reflektion sieht verschiedene Möglichkeiten der Auslegung. Und prinzipiell kennt sie drei Grundvarianten des Denkens. Ein Gegenstand kann als undifferenzierte Einheit wahrgenommen werden, zusammenhanglos in Einzelteilen oder versöhnend als Einheit in der Vielfalt. Eine versöhnende Theologie neigt zur dritten Position. Vor diesem Hintergrund werden Widersprüche weder zugespitzt, noch aufgelöst, sondern harmonisiert. Dabei findet die theologische Reflektion nicht im luftleeren Raum statt, sondern berücksichtigt auch die Denkweisen der Hörer und Adressaten. Daher wird den Umständen entsprechend mal die eine oder andere Position betont, ohne die zweite aufzugeben.

Paulus: Theologie als Umsturz und Entwicklung

Beim Apostel Paulus sehen wir, dass er die Verkündigung von der leiblichen Auferstehung nicht aufgegeben hat, sondern sie offenbar später verstärkt geistig verstanden hat. Diese Entwicklung ist keineswegs überraschend. Schließlich hat Paulus vor dem Hintergrund seiner Biografie vom Verfolger zum Verkünder einen der grundlegensten Wechsel seiner theologischen Position vorgenommen. Obwohl dieser Wechsel im wahrsten Sinne des Wortes umstürzend erscheint, der ihn vom Pferd geworfen hat, dürfte ihm eine Entwicklung vorausgegangen und gefolgt sein. "Denn Stückwerk ist unser Erkennen", schreibt er in seinem ersten Brief an die Korinther. Jetzt schauen wir in einen Spiegel und sehen nur geheimnisvolle Umrisse und denkwürdige Konturen. (1 Kor 13,12) Warten wir ab, was da kommen wird.

Johannes: Höhepunkt theologischer Erzählkunst

Als besonderen Höhepunkt theologischer Reflektion versteht die Gemeinschaft der Gläubigen schließlich das Johannes-Evangelium. Daher nimmt die Kirche das Johannes-Evangelium in die Sammlung der heiligen Schriften auf, obwohl oder gerade weil es sich von den drei vorhergehenden Evangelien in der Form deutlich unterscheidet. Durch diese Auswahl wird klar, dass es der Kirche mit den Evangelien nicht um Geschichtsbücher im modernen Sinn geht und das historische Studien daran mit bloßem Fakteninteresse, an der eigentlichen Aussageabsicht der Evangelien vorbeigehen. Statt dessen handelt es sich in den theologischen Geschichten und Erzählungen der Evangelien um religiöse Kunst als theologische Deutung und Erklärung von Geschichte.

Jesus Christus als Licht der Weisheit

Dies fällt schon zu Beginn des Johannes-Evangliums auf, das quasi mit einer eigenen Schöpfungsgeschichte beginnt. Anders als die Schöpfungsgeschichte am Anfang der Bibel im Buch Genesis erzählt die Schöpfungsgeschichte im Johannes-Evanglium nicht die Entstehung der Welt, sondern verkündet Gott als das ewige Wort, als den Logos und die Weisheit, die in Jesus Christus unter den Menschen erschienen, offenbar und bekannt geworden ist. Entsprechend ist auch mit dem Licht nicht das natürliche Licht der Sonne gemeint, sondern sprachbildlich verstanden das übernatürliche Licht der geistigen Einsicht in die ewige Weisheit Gottes. Entsprechend verkündet der Evangelist Johannes Jesus Christus als den Theologen, durch den Gott sich selbst erklärt.

Weisheit als Spiegel der Vollkommenheit

Da das Licht von oben kommt und nicht aus den Sachen selbst, nehmen wir Farben und Formen als Reflektionen des Lichts wahr. Im Grunde sind damit alle Oberflächen Spiegel, wobei Wasseroberflächen oder Kristalloberflächen Spiegel besonderer Qualität sind. Typisch für perfekte Spiegel ist ihr Charakter als Abbild eines Vorbilds.

Sprachlich wird die körperliche Erfahrung des Sehens auf geistige Zusammenhänge übertragen. Wie die Oberflächen der Welt das Licht der Sonne reflektieren, so spiegelt sich in der Weisheit des Menschen die ewige Weisheit. So heißt es im Alten Testament im Buch der Weisheit: "Sie ist der Widerschein des ewigen Lichts, der ungetrübte Spiegel von Gottes Kraft, das Bild seiner Vollkommenheit." (Weish 7,26)

Aufgrund der Vollkommenheit aber können wir Unvollkommenen die ewige Weisheit genauso wenig direkt anschauen wie die Sonne selbst, deren Licht uns weiß erscheint. Denn wer direkt in die Sonne schaut, dem wird schwarz vor Augen. Wir brauchen also Projektions- und Spiegelflächen, in denen sich die Weisheit reflektiert und wir sie indirekt betrachten können.


Licht als Grundvoraussetzung für das Denken

Die Lichtsymbolik spielt nicht nur in der Theologie, sondern auch für die Philosophie, für das Denken im Allgemeinen, eine besondere Rolle. Denn das Denken folgt den Sinnen, was sich sprachlich im Wort Nachsinnen ausdrückt. Und insbesondere folgt das Denken dem Sehen, was sich in Worten wie Ansicht, Einsicht und Übersicht zeigt. Von Bedeutung für das Denken sind außerdem Worte wie reflektieren oder spiegeln, deutlich, hell und klar.

Licht als Voraussetzung räumlicher Orientierung

Dieser Zusammenhang von Licht und Denken hat etwas mit den Prinzipien des Denkens zu tun. Denn Denken ist zunächst einmal Unterscheiden und Benennen. Dies ist bei völliger Dunkelheit nicht möglich, weil wir keine Umrisse, Konturen und Grenzen erkennen, keinen Raum wahrnehmen, sondern uns alles als einheitlich schwarz erscheint. Erst bei Licht werden Unterschiede in Form und Farbe deutlich. Daher können wir uns erst bei Licht ein Bild von der Welt machen.


Licht als Voraussetzung zeitlicher Orientierung

Außer für das Orientieren im Raum ist das Licht wichtig für die Orientierung in der Zeit. Denn das Zeitgefühl entsteht primär durch die Unterscheidung von Tag und Nacht. Damit wird der Anfang der Zeit als der Aufgang der Sonne am ersten Tag der Geschichte versinnbildlicht. Auch der Weltuntergang ist der Untergang von Sonne, Mond und Sternen, wie es im Markusevangelium heißt. (Mk 13,24)

Orientierung und hierarchische Ordnung

Die Orientierung des Zeitgefühls nach den Gestirnen wirkt sich sprachlich auch in der Einteilung der Tage aus, die mit dem Sonntag und Mon(d)tag beginnen. Dabei meint diese Reihenfolge tatsächlich eine Hierarchie, bei der oben höher bewertet wird als unten und der Fürst und der Princeps, das Prinzip und der Anfang höher als der oder das Nachgeordnete. Die Sonne als das größte Licht steht daher in der Hierarchie ganz oben und am Anfang.

Wie der Himmel ein Bild für den Ort des Geistes Gottes ist, ist der Kopf ein Bild für den Ort des Geistes des Menschen. Gott wird sprachlogisch als Herrscher über Raum und Zeit gedacht, der Geist als Herrscher über den Körper. Gott wird über dem Menschen gedacht, dem Menschen überlegen.

Gott als das geistige Universum

Die Überlegenheit findet auch in der Allgegenwart Gottes ihren Ausdruck, aus dem sich die Vorstellung eines Lebens in Gott ergibt. Denn vernünftigerweise können wir uns die Unendlichkeit nicht als außerhalb des Raumes vorstellen, sondern nur den Raum als begrenzten Ausschnitt der Unendlichkeit.

Da wir jedoch nur Gott unendlich denken, müssen wir uns logischerweise in Gott befinden. Das haben schon alttestamentliche Theologen tatsächlich so gesehen. Daher heißt es im Psalm: "Du umschließt mich von allen Seiten und legst deine Hand auf mich." (Ps 139,5) Und auch im Neuen Testament in der Apostelgeschichte spiegelt sich dieses Denken wider: "Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir, wie auch einige von euren Dichtern gesagt haben: Wir sind von seiner Art." (Apg 17,28)

Die Zeit als Mitte der Ewigkeit

Ähnliche vernünftige Überlegungen wie zu Unendlichkeit und Raum kann man zur Ewigkeit und Zeit anstellen. Demnach ist die Zeit mit einem definierten Anfang und einem definierten Ende ein Ausschnitt der Ewigkeit. Von daher kann man die Zeit als Mitte der Ewigkeit betrachten, da es eine Zeit vor dem Anfang und eine Zeit nach dem Ende gibt und diese beiden Zeiten in gleicher Weise unendlich lang sind.

Der erste Tag der Woche

Innerhalb der Zeit aber sehen wir im Spiegel der Bibel zunächst zwei Epochen: die Zeit des Gesetzes und die Zeit der Gnade. Mit Christus bricht die neue Zeit der Gnade an. Seinen symbolischen Ausdruck findet dies in der Auferstehungsfeier am ersten Tag der Woche. So heißt es im Markusevangelium: "Am ersten Tag der Woche kamen sie in aller Frühe zum Grab, als eben die Sonne aufging." (Mk 16,2) Damit wird der Sonntag als erster Tag der Woche und als Tag des Lichtes das Symbol für die neue Schöpfung und den neuen Menschen (2 Kor 5,17) sowie für das neue Leben (Röm 6,4) in Christus. Dieses neue Leben bezieht sich nicht nur auf die Ewigkeit, sondern zunächst und hauptsächlich auf den Neubeginn eines Lebens nach dem Doppelgebot in der Woche (Röm 6,12) und im Alltag.

Der sechste Tag der Schöpfung

Anders als mit dem ersten Tag der Schöpfung bricht mit dem Kommen Christi entsprechend der alttestamentlichen Ankündigung die Endzeit an. Demnach ordneten auch die beiden bedeutenden Theologen und Kirchenlehrer Augustinus und Bonaventura ihre Geschichtstheologie. Sie periodisierten die Schöpfungsgeschichte in Epochen analog zu den Schöpfungstagen und wiesen die Zeit nach Christus dem sechsten Tag zu, dem Tag der Erschaffung des neuen Menschen. Gleichzeitig spiegelten sie die Schöpfungsgeschichte in der Lebensgeschichte des Menschen und seiner Bewusstseinsentwicklung. Dabei entspricht die Epoche nach Christus gleichzeitig der Zeit des hohen Alters im Menschenleben, das von weißen Haaren und hoher Weisheit geprägt ist, von Lebenserfahrung und Todesnähe. Den siebten Tag als Tag der Schöpfungsruhe, der parallel zum Freitag der Schöpfung verläuft, verstanden sie als den Tag des Todes und der ewigen Ruhe, den achten Tag als den Tag der Auferstehung, der wiederum dem ersten Tag entspricht.

Die Endzeit als Zeit der Versöhnung

Die Endzeit als Zeit der Gnade ist eine Zeit der Versöhnung in Freiheit. Denn das Neue Testament verkündet den Vater im Himmel als denjenigen, der seine Sonne aufgehen lässt über Gute und Schlechte, und der regnen lässt über Gerechte und Ungerechte. (Mt 5,45) Gleichzeitig ist die Zeit der Freiheit eine Zeit der Entscheidung zwischen Leben und Gericht. Für die Gegenwart gilt jedoch das Gebot der Versöhnung: "Richtet nicht, dann werdet auch ihr nicht gerichtet werden. Verurteilt nicht, dann werdet auch ihr nicht verurteilt werden. Erlasst einander die Schuld, dann wird auch euch die Schuld erlassen werden." (Lk 6,37)

Das Vaterunser als Kurzformel christlicher Theologie

Im Doppelgebot kommt der Gottesverehrung besondere Bedeutung zu. Und entsprechend fragen die Jünger den Herrn nach der rechten Weise zu beten. Im Herrengebet des Vaterunsers legt Christus uns zusammengefasst in einer kurzen Formel seine ganze Theologie in den Mund.

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Deine Civitas komme,
Dein Wille geschehe
wie im Himmel
so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Bonn, an Mariä Lichtmess 2008
ZOLLITSCH MODERIERT BISCHOFSKONFERENZ
ZollitschDer Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. Die Frühjahrsvollversammlung der Bischöfe wählte ihn in Würzburg zum Nachfolger von Kardinal Karl Lehmann. Der Mainzer Bischof war nach 20 Jahren im Amt aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten. Kirchenpolitisch wird der 69-jährige Zollitsch ebenso wie sein Vorgänger als Mann der Mitte eingeschätzt. 12.02.2008



HUNDERTFÜNFZIG JAHRE LOURDES
Pilger vor der Grotte in Lourdes (Foto: AP)Es war ein 14-jähriges Mädchen aus armen Verhältnissen, dem vor 150 Jahren in einer Grotte in den Pyrenäen die Jungfrau Maria erschienen sein soll. Später offenbarte sich die Erscheinung als die "unbefleckte Empfängnis", was der Pfarrer als Dogma von der Unbefleckten Empfängnis erkannte. Heute ist Lourdes der am meisten besuchte katholische Wallfahrtsort. Kranke versprechen sich vom Wasser der Quelle Heilung, die anderen lockt die Neugier. 11.02.2008

BENEDIKT XVI. - FASTENBOTSCHAFT 2008
FastenzeitZu Beginn der Fastenzeit hat Papst Benedikt XVI. an die Praxis des Almosens erinnert. Nächstenliebe sei das Ziel der besonderen Kollekten für die Armen während der Fastenzeit in vielen Teilen der Welt. Dabei sieht er vor allem Christen in mehrheitlich christlichen Ländern in der Pflicht. Der Papst setzt damit seine Enzyklika über Gott als die Liebe sowie sein Schreiben über das Sakrament der Liebe mit einem Gedanken über einen Akt der Liebe fort. 06.02.2008


ANTRITTSPREDIGT VON ERZBISCHOF MARX
MarxErzbischof Reinhard Marx ist am Fest der Darstellung des Herrn, Mariä Lichtmess, im Münchner Liebfrauendom feierlich in sein Amt eingeführt worden. Der Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Jean-Claude Périsset, übergab die in lateinischer Sprache abgefasste handgeschriebene Bulle, mit der Papst Benedikt XVI. den bisherigen Bischof von Trier zum 73. Nachfolger auf dem Bischofsstuhl des heiligen Korbinian ernannt hatte. 02.02.2008


VATIKAN: LEITLINIEN ZUR BIBELSYNODE
Bei der Lektüre der Heiligen Schrift dürfe es nicht zu fundamentalistischen oder ideologischen Verkürzungen kommen. Davor warnte der Generalsekretär der Bischofssynode, Erzbischof Nikola Eterovic, der am Freitag die so genannten Lineamenta, also: Leitlinien der 2008 stattfindenden Bischofssynode zur Heilige Schrift vorstellte. „Die volle Einheit wird nur möglich mit einer Rückkehr zur Quelle des Wortes, das im Licht der kirchlichen Tradition interpretiert wird. Überdies ist die Bibel wichtig im interreligiösen Dialog, besonders in Bezug auf das jüdische Volk, mit dem die Christen einen wichtigen Teil des Kanons teilen, unser „Altes Testament“ eben. Und wir müssen immer wieder unterstreichen, dass der Glaube an Gott jede Form der Gewalt überwinden muss. Nur so kann er zum Mittelpunkt der Forderung nach Gerechtigkeit und Frieden auf der Welt werden.“ 27.04.2007
KIRCHE: MEHR MITTEL FÜR FAMILIEN
Die Bischofskonferenz hat sich einstimmig hinter das Plädoyer von Bischof Mixa für eine frühkindliche Betreuung und Erziehung gestellt. Wie diese Art der Betreuung aussehen soll, haben die Bischöfe offen gelassen. Dies könne aus guten Gründen in der Familie durch einen Elternteil, zumeist durch die Mutter geschehen. Die Auswirkungen einer Betreuung durch Kindertagesstätten und Tagesmütter seien umstritten. Der Familienlastenausgleich dürfe nicht nur Anreize für ein Betreuungsmodell setzen. Der Familienlastenausgleich müsse aufgestockt werden. Eine Ausdehnung des Familiengeldes auf drei Jahre halten die Bischöfe damit für möglich. 14.04.2007
KIRCHE GEGEN KRIPPEN
In der Kritik an der Familienpolitik der Bundesregierung hat sich jetzt auch Kardinal Lehmann hinter Bischof Mixa gestellt. Lehmann sprach ebenfalls von Differenzen, ohne allerdings die Ministerin beim Namen zu nennen. Gleichwohl hielt er die Dialogbereitschaft offen. Zwei Drittel der Eltern wollen ihre kleinen Kinder nicht in Heimen mit Krippen abgeben. Unionspolitiker bestehen auf eine Bedarfsprüfung. Sozialexperten weisen darauf hin, dass in Regionen mit hoher Krippendichte sowohl die Kinderarmut, als auch die Arbeitslosigkeit sehr hoch ist. Im Anschluss daran fordern Christdemokraten eine Prüfung, inwieweit in diesen Regionen Krippen rückgebaut werden sollten zugunsten einer Stärkung elterlicher Erziehungsmöglichkeiten. Auch Arbeitnehmerinnen sollten die Möglichkeit haben, sich voll ihren kleinen Kindern zu widmen. Gerade die rasante Entwicklung in den ersten drei Jahren sei für das ganze Leben der Kinder entscheidend prägend. Krippen würden die Kinder in ihrer Entwicklung beschneiden. 10.04.2007
OSTERN 2007
Ostergrüße des Papstes zu Urbi et Orbi

Alleluia: V. Pascha nostrum (Graduale Romanum)
Mulierum Schola Gregoriana Pontificii Instituti Musicæ Sacræ; Nino Albarosa, director.
Letizia Butterin, Miriam Cicchitti, Eun-Young Cho, Hi-Jung Jun, Yeon-Hee Kang, Mun-Joung Park, Hye-Jung Son, Masako Toeda.

PAPST BENEDIKT XVI. BEGINNT KARWOCHE
Mit einer Messe auf dem Petersplatz hat Papst Benedikt XVI. am Sonntag die Feiern der Karwoche begonnen. In seiner Predigt vor mehreren zehntausend Menschen unterstrich das katholische Kirchenoberhaupt, Verdienst, Karriere und Erfolg könnten nicht das letzte Ziel des Lebens sein. Benedikt XVI. ermahnte die Christen, ihr Leben in den Dienst am Nächsten zu stellen. Wahrheit und Liebe seien keine abstrakten Werte; in Jesus Christus seien sie Person geworden. 01.04.2007
PAPST FORDERT GOTTESBEZUG IN EU-VERFASSUNG
Papst Benedikt XVI. hat einen fehlenden Gottesbezug in der "Berliner Erklärung" und weiteren Deklarationen zum 50-jährigen Jubiläum der EU gerügt. In einer Rede vor europäischen Bischöfen sagte der Papst, Europa verleugne sich selbst, wenn es Gott und seine christlichen Wurzeln vergesse. Damit ziehe Europa seine eigene Identität in Zweifel. Wenn die Regierungen der EU-Staaten die Distanz zu den Bürgern abbauen wollten, "wie können sie ein so für die Identität Europas wichtiges Element wie die Christenheit auslassen, mit dem sich die große Mehrheit seiner Bürger weiter identifiziert", sagte der Papst. Der Papst beklagte zudem die niedrigen Geburtenraten in Europa. "Man könnte fast meinen, dass der europäische Kontinent den Glauben in seine Zukunft verliert." Vom demographischen Standpunkt aus gesehen scheine Europa einen Weg zu beschreiten, "der zu seinem Abschied von der Geschichte führen könnte". Der Trend der Bevölkerungsentwicklung gefährde nicht nur das Wirtschaftswachstum, sondern auch den sozialen Zusammenhalt und fördere "gefährlichen Individualismus". Auch der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bischof Wolfgang Huber, sprach sich für einen Gottesbezug in der geplanten EU-Verfassung aus. 25.03.2007
PAPST ERKLÄRT DEN SONNTAG ZUM URFEIERTAG
Papst Benedikt XVI. hat sein Rundschreiben über Gott als die Liebe durch ein Schreiben über die Eucharistie weiter entfaltet. Das nachsynodale Schreiben wurde am Dienstag in Rom veröffentlicht. Der Papst hebt darin den Sonntag als den ersten Tag der Woche und Tag der Befreiung für das christliche Leben hervor. Insbesondere erneuert Benedikt XVI. das Sonntagsgebot als Quelle authentischer Freiheit für alle Gläubigen. Er erklärt den Sonntag zum Urfeiertag, aus dem der Sinn des christlichen Lebens und seiner beruflichen Tätigkeit hervorgehe. "Das Geheimnis der Eucharistie befähigt und drängt uns zu einem mutigen Einsatz in den Strukturen dieser Welt, um in sie jene Neuheit der Beziehungen hineinzutragen, die im Geschenk Gottes ihre unerschöpfliche Quelle hat." Die Eucharistie selbst bezeichnet Benedikt XVI. in dem Dokument als "Sakrament der Liebe". 13.03.2007
PAPST RUFT ZU FRIEDEN UND GERECHTIGKEIT AUF
Papst Benedikt XVI. hat in seiner Weihnachtsbotschaft in Rom zu Frieden und Gerechtigkeit in der Welt aufgerufen. Vor Zehntausenden Gläubigen auf dem Petersplatz verwies er am ersten Weihnachtstag vor allem auf die Konflikte und Kriege im Nahen Osten und forderte eine Wiederaufnahme des Dialogs zwischen Israelis und Palästinensern: "Ich hoffe, dass sich im Respekt der unveräußerlichen Rechte der Völker dieser Region Perspektiven für einen gerechten und dauerhaften Frieden eröffnen", so das Oberhaupt der katholischen Kirche. Auch der EKD-Ratsvorsitzende Huber forderte einen Mentalitätswechsel - vor allem mehr Kinderfreundlichkeit. 24.12.2006
PAPST TRITT FÜR RELIGIONSFREIHEIT EIN
Mit einer überraschenden Geste hat Papst Benedikt XVI. bei seinem Besuch in der Blauen Moschee in Istanbul dem Islam seinen Respekt erwiesen. Wie türkische Fernsehsender am Donnerstag zeigten, wendete sich das katholische Kirchenoberhaupt gen Mekka und verharrte einige Minuten leicht gebeugt mit geschlossenen Augen. Zuvor hatte der Papst gemeinsam mit dem orthodoxen Partriarchen von Konstantinopel, Bartholomaios I., mehr religiöse Freiheiten in der Türkei angemahnt. Alle christlichen Gemeinschaften seien aufgerufen, das Bewusstsein Europas für seine christlichen Wurzeln, Traditionen und Werte zu erneuern, um ihm neue Kraft zu geben, sagte Benedikt XVI. nach einer Messe mit dem orthodoxen Patriarchen, der ihn vor der Sankt-Georg-Kirche mit einer Umarmung in Empfang genommen hatte. Benedikt betonte die universelle Verantwortung des Papsttums und spielte damit auf den Haupststreitpunkt zwischen katholischer und orthodoxer Kirche an. In Istanbul protestierten wenige türkische Demonstranten gegen den Besuch des Papstes. 30.11.2006
PAPST RUFT ZUR EINHEIT DER KIRCHEN AUF
Benedikt XVI. ist in Istanbul mit dem orthodoxen Patriarchen Bartholomaios I. zusammengekommen. Bereits zur Begrüßung rief der Papst zur "Einheit von Katholiken und Orthodoxen" auf. Das Gespräch gilt als ein Höhepunkt seiner Türkeireise. 29.11.2006
PAPST SUCHT IN DER TÜRKEI DIALOG MIT DEM ISLAM
Papst Benedikt XVI. hat an seinem ersten Besuchstag in der Türkei die Gemeinsamkeiten zwischen Christen und Muslimen betont. Bei einem Treffen mit dem Chef der türkischen Religionsbehörde, Ali Bardakoglu, am Dienstag in Ankara sagte Benedikt, beide Religionen teilten den Glauben "an den einen Gott" sowie an die besondere Würde jedes einzelnen Menschen. Außerdem seien sich Christentum und Islam einig in ihrem Streben nach Frieden und Gerechtigkeit in der Welt. 28.11.2006
SONNTAGSKULTUR: EIN TAG DER ARBEIT?
Der Sonntag - erster Tag der Woche oder Tag der Arbeit? Ein Hintergrundstück als DSL-Video. Ja, bitte 10.11.2006
BUNDESTAG SCHRÄNKT TABAKWERBUNG EIN
Der Bundestag hat mit Stimmen der Regierungs- und Oppositionsparteien beschlossen, Tabakwerbung zu verbieten. Das Verbot gilt für die Medien mit Ausnahme der Plakatwerbung und des Kinos. Damit wurde eine EU-Richtlinie in nationales Recht umgesetzt. 09.11.2006 - Siehe auch ein ergänzendes DSL-Video. Ja, bitte
PAPST: HEILIGE SIND FREUNDE
Mit einem Pontifikalamt hat Papst Benedikt XVI. am Mittwoch das Fest Allerheiligen begangen. Im vollbesetzten Petersdom rief das Kirchenoberhaupt die katholischen Gläubigen auf, Heilige als Freunde und Vorbilder zu verstehen. 01.11.2006.
PAPST BERUFT HUMMES AN DIE KURIE
Franziskanerkardinal Claudio Hummes, 72, Brasilianer aus deutscher Familie, galt als aussichtsreicher Papstkandidat, den Johannes Paul II. 2001 zum Kardinal ernannte. Jetzt ist er als "Generalminister für die Priester" an die Seite des Papstes berufen worden. In drei Jahren muss er dem Papst aus Altersgründen seinen Rücktritt anbieten. Bisher noch unbekannt ist, wer sein Nachfolger als Erzbischof von Sao Paulo wird. 31.10.2006
PAPST SPRICHT VIER SELIGE HEILIG

Papst Benedikt XVI. hat am Sonntag zwei Frauen und zwei Männer heilig gesprochen. Es handelt sich um einen Bischof, einen Priester und zwei Ordensfrauen. Möge ihr Vorbild uns inspirieren", sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche vor tausenden Gläubigen auf dem Petersplatz. 15.10.2006

KÜNFTIG KEINE ZIGARETTEN MEHR FÜR MINDERJÄHRIGE
Nach dem Willen der Regierungskoalition sollen Jugendliche unter 18 Jahren keine Zigaretten mehr kaufen dürfen. Im Streit um ein Rauchverbot für Gaststätten blieb der Durchbruch aus. Die Differenzen um das Rauchverbot in der Gastronomie soll eine Arbeitsgruppe aus Vertretern der Fraktionen beilegen. 29.09.2006
MUSLIMISCHE BOTSCHAFTER BESUCHEN DEN PAPST
Zum ersten Mal lädt ein Papst eine komplette Staatengruppe zur Audienz, um diplomatische Missstimmung aus der Welt zu schaffen, die durch ein Zitat ausgelöst worden war. Die Einladung des Papstes von diesem Sonntag haben alle wichtigen muslimisch geprägten Länder angenommen. Zur Audienz nach Castelgandolfo kommen unter anderem die Botschafter Ägyptens, Irans, der Türkei, des Iraks, Libyens und Indonesiens. 25.09.2006
VATIKAN-DIPLOMATEN SUCHEN DIALOG MIT ISLAM
Angesichts der Empörung über ein Zitat von Papst Benedikt XVI. hat der Vatikan eine diplomatische Initiative in der islamischen Welt angekündigt. Die Vatikan-Botschafter sind angewiesen worden, den Text der Papst-Rede bekannt zu machen und die "bisher nicht beachteten Elemente hervorzuheben". 18.09.2006
LANDTAGSWAHLEN: SPD REGIERT WEITER
Nach den Landtagswahlen an diesem Sonntag in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern kann die SPD trotz zum Teil herber Verluste weiterregieren. Die CDU behauptete sich in beiden Ländern bei leichteren Verlusten als zweitstärkste Kraft. In Schwerin will die SPD auch mit der CDU verhandeln, in Berlin empfehlen sich die Grünen als Koalitionspartner. Kleinere Parteien legten insgesamt zu. In Schwerin zog die FDP, aber auch die NPD ins Parlament ein. Die Wahlbeteiligung brach drastisch ein. B: SPD (30,8; +1,1), CDU (21,3; -2,5), Linke (13,4; -9,2), Grüne (13,1; +4,0), Andere (13,8; +8,9), Wahlbeteiligung: (58,5; -9,6); MV: SPD (30,2; -10,4), CDU (28,8; -2,6), Linke (16,8; -0,4), FDP (9,6; +4,9), NPD (7,3; +6,5), Wahlbeteiligung (59,2: -11,4). 18.09.2006
VATIKAN REAGIERT AUF ISLAM-KRITIK
Nach der Kritik an Äußerungen des Papstes zum Thema Islam und Gewalt auf seiner Bayernreise will der Vatikan die Wogen glätten. In Regensburg hatte der Papst einen byzantinischen Kaiser zitiert, wonach Mohammed "nur Schlechtes und Inhumanes" in die Welt gebracht habe. 15.09.2006
ERSTMALS  WIEDER RABBINER ORDINIERT
Mehr als 60 Jahre nach dem Holocaust sind erstmals wieder Rabbiner in Deutschland ordiniert worden. An diesem Donnerstag wurden in Dresden drei junge Gelehrte in ihr Amt eingeführt. 14.09.2006
CDU BLEIBT IM NORDEN IN GEMEINDEN VORN
Die CDU hat die Kommunalwahl in Niedersachsen an diesem Sonntag vor der SPD gewonnen. Beide großen Parteien mussten Verluste hinnehmen. Die kleinen Parteien legten zu. Die Wahlbeteiligung sank auf einen historischen Tiefstand. CDU (41,3; -1,3), SPD (36,6; -2,0), Grüne (7,8; +1,1), FDP (6,7; +0,5), Wahlbeteiligung (51,8; -4,4). 11.09.2006
BENEDIKT XVI. ZUM ZWEITEN MAL IN DEUTSCHLAND
Papst Benedikt XVI. beginnt an diesem Samstag seinen zweiten Deutschlandbesuch. Das Oberhaupt der katholischen Kirche bleibt sechs Tage in seiner Heimat. Benedikt will drei Gottesdienste halten, zu denen etwa eine halbe Million Menschen erwartet werden. 09.09.2006
FRANKREICH WILL DAS RAUCHEN EINSCHRÄNKEN
Frankreich will das Rauchen in allen öffentlich zugänglichen Gebäuden einschließlich Gaststätten und Hotels ab dem 1. Januar verbieten. Der Zeitung "Le Figaro" zufolge soll das Verbot im Oktober per Erlass verkündet werden. 24.08.2006
FRONLEICHNAM: PRÄCHTIGE PROZESSIONEN
Mit farbenprächtigen Prozessionen und festlichen Gottesdiensten feiern die Katholiken in Deutschland am Donnerstag das Fronleichnamsfest. Hunderttausende Gläubige ziehen singend und betend durch die mit Blumen und Fahnen geschmückten Straßen ihrer Städte und Dörfer. Dabei tragen Priester und Bischöfe die Monstranzen mit der Hostie. 15.06.2006
EU FORDERT MEHR NICHTRAUCHERSCHUTZ
Die EU-Kommission droht der Bundesregierung wegen Versäumnissen im Kampf gegen das Rauchen mit rechtlichen Schritten. Dabei geht es um rauchfreie Zonen und das immer noch nicht unterzeichnete Tabakwerbeverbot. 12.04.2006
JAHRGEDÄCHTNIS FÜR JOHANNES PAUL
Der Kölner Kardinal Meisner wird am nächsten Sonntag ein Pontifikalamt zum Jahrgedächtnis von Johannes Paul II. halten. Papst Benedikt XVI. wird in einer Messe für seinen Vorgänger am kommenden Montag beten. 29.03.2006
KIRCHE UND MEDIEN: RUMMEL BILANZIERT
In einer schonungslosen und faktenreichen Analyse setzt sich der langjährige Hörfunkdirektor und Chefredakteur des Rheinischen Merkur, Alois Rummel, mit dem Verhältnis von Kirche und Medien auseinander. Dabei wertet er ihre Präsens in der Unterhaltung positiv. Die Berichterstattung der Medien über Religion und Kirche hält Rummel in einer offenen Gesellschaft für selbstverständlich. Download 29.03.2006
FERNSEHKRITIK: KAROL - EIN MANN WIRD PAPST
Wer hätte auf RTL II so einen anspruchsvollen Film erwartet wie den, der am Sonntag und Montag über Deutschlands Bildschirme flimmerte: "Karol - der Mann, der Papst wurde"? Das Werk zeigt das Wachstum und Werden einer vieldimensionalen Persönlichkeit in einer dramatischen Zeit, die er selbst entscheidend wenden soll. Durch alle totalitären Erfahrungen hindurch reift in Karol Wojtyla der Glaube an die Liebe und seine Berufung zum Priester, die mit seiner Wahl zum Papst den Höhepunkt erreicht. Tränen fließen nicht nur auf dem Bildschirm häufig, sondern auch bei Zuschauerinnen. Wiederholung in voller Länge: 02.04.2006, 9:30 Uhr. 28.03.2006